Some like it cold!
GEBAB bringt
mit MT "ARCTIC BLIZZARD" und MT "ARCTIC BREEZE",
zwei 51.000 dwt Produktentanker mit hoher Eisklasse 1 A und unglaublichen
Performance-Chancen!
(Vorab in eigener Sache: In den letzten Jahren
waren wir häufig die Ersten, wenn es darum ging, dem Markt
ein gutes Schiffsbeteiligungsangebot vorzustellen. Bei dem aktuellen
Angebot der GEBAB hat es einfach etwas länger gedauert, weil
die Recherche einer Topstory zeitaufwändig ist! Nehmen Sie
sich die Zeit, diese Story zu lesen, es lohnt sich!)
Im Jahr 1890, acht
Jahre nach Gründung des Ortes Wladimirowka ( dem heutigen
Yuzhno-Sachalinsk auf Sachalin ) beschrieb der bekannte russische
Schriftsteller Anton Tschechow seinem Freund und Verleger Aleksej
Suvorin die Insel Sachalin, damals noch eine Strafkolonie, als
den "deprimierendsten Ort in unserem Land, an dem ich je
gewesen bin." Es stellt sich zwangsläufig die Frage,
was die Insel Sachalin heute, über 100 Jahre später
so interessant macht im Zusammenhang mit Schiffsbeteiligungen?
Es sind die Produktentanker mit hoher Eisklasse,
wie MT "ARCTIC BLIZZARD" UND MT "ARCTIC BREEZE",
die hier von besonderem Interesse sind und zwar aus den nachfolgenden
Gründen:
Am 6.3.2006 hat das
Ministerium für natürliche Ressourcen der russischen
Regierung den Entwurf einer "Strategie für die Erforschung
und Erschließung des Öl- und Gaspotenzials des Kontinentalschelfs
Russlands bis 2020" und einen Handlungsplan zu deren Realisierung
vorgelegt. Die insgesamt ausbringbaren Ölvorkommen auf dem
Schelf werden auf 13,5 Mrd. t Öl und rund 73 Bill. cbm Gas
geschätzt. Rund 66,5% der Ressourcen entfallen auf die Festlandsockel
der Barentsee und der Karasee. Der Strategie zufolge will der
Staat in den Jahren 2006 bis 2020 insgesamt 33,2 Mrd. Rbl (rund
1 Mrd. Euro) aus dem Etat in Erkundungsarbeiten auf dem Schelf
stecken und die dortigen Vorkommen für Investitionen freigeben.
Die Investitionen in die Entwicklung des Öl- und Gaskomplexes
auf Hochsee sowie des Schiffbaukomplexes werden voraussichtlich
62 Mrd. bis 98 Mrd. Euro betragen. Auf diese Weise erwartet Russlands
Regierung, dass im Schelf bis zum Jahr 2010 rund 10 Mio. t Öl
und bis zu 30 Mrd. cbm Gas sowie bis zum Jahr 2020 etwa 95 Mio.
t Öl und mindestens 150 Mrd. cbm Gas gefördert werden.
Die Realisierung der Strategie soll umgerechnet etwa 115 Mrd.
Euro einbringen.
Vor der Insel Sachalin,
tief im Nordosten Rußlands, im Pazifik, befinden sich ebenfalls
riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen, die in dieses Rahmenprogramm
einbezogen sind. In den Explorationsgebieten Sachalin 1 und 2
findet bereits Förderung der Rohstoffe statt. Das Projekt
Sachalin-3 umfasst zwei von einander unabhängige Programme.
Das erste umfasst die Erschließung des Kirinski-Blocks und
des Weninski-Blocks mit Vorräten von 687 Millionen Tonnen
Erdöl und 873 Milliarden Kubikmeter Gas. Das zweite betrifft
den Block Wostotschno-Odoptinski mit 70 Millionen Tonnen Erdöl
und 30 Milliarden Kubikmeter Gas sowie den Block Ajaschski mit
97 Millionen Tonnen Erdöl und 37 Milliarden Kubikmeter Gas.
Der Transport dieser
Rohstoffe kann derzeit nur mit Tankern erfolgen, weil es an entsprechenden
Ölpipelines mangelt. Aber die geografische Lage der Insel
Sachalin erfordert im Winterhalbjahr Tankschiffe, die über
eine hohe Eisklasse verfügen müssen, damit ein Abtransport
des Rohstoffes Öl überhaupt möglich ist.

Genau solche Tanker
werden mit dem neuesten Anlageangebot der GEBAB, Meerbusch, angeboten.
Es handelt sich um zwei Produktentanker mit einer Größe
von 51.000 dwt, die beide über die Eisklasse 1 A verfügen.
Bei dieser Eisklassifizierung sind die Finnish-Swedish Ice Class
Rules gemeint, die in vier Eisklassen unterteilt sind. Sie kennzeichnen
die Dicke des Eises, in denen sich die Schiffe in Begleitung von
Eisbrechern sicher bewegen können. Hier die Unterteilung:
| Eisklasse |
Eisdicke |
| 1A Super |
1,0 Meter |
| 1A |
0,8 Meter |
| 1B |
0,6 Meter |
| 1C |
0,4 Meter |
Bauartbedingt paßt
die Überschrift dieser NEWS natürlich zu den angebotenen
Schiffe, weil beide Produktentanker über die hohe Eisklasse
1A verfügen und somit durch 80 cm dickes Eis fahren können,
ein Wert, der bei Schiffen dieses Typs selten erreicht wird! Hier
kommt der Zirkelschluß zu unserer Überschrift zum tragen:
"Manche mögen`s kalt"!
In vielen russischen
Häfen herrschen in den Wintermonaten klimatische Bedingungen,
die den Einsatz von eisverstärkten Tankern unabdingbar machen.
Dies gilt nicht nur für die Ostseehäfen (darüber
haben wir bereits 2003 berichtet und die Aktualität
der NEWS besteht heute noch!), sondern auch für das Explorations-
und Fördergebiet im Norden von Sachalin, wie auch noch weiter
nördlich im Arktischen Meer. Diesen Fahrtgebieten kommt eine
immer größere Bedeutung zu und schon aus diesem Grund
sind die beiden Tanker mit ihrer hohen Eisklasse strategisch genau
zum richtigen Zeitpunkt gebaut worden. Dazu noch einige Ausführungen
im folgenden Text!
Eine Schneise durch das Packeis
Die Nordostpassage oder der Nördliche Seeweg
- die Schiffsroute von Europa nach Asien durch das Nordpolarmeer
-
ist rund 6500 km lang und erstreckt sich vom Weißen Meer
bis zur Beringstraße.
Ein Vergleich der Fahrtrouten macht deutlich,
welche Vorteile die Nordostpassage bietet, die Zahlen sprechen
Bände:
| Fahrtroute |
Suezkanal |
Nordostpassage |
Differenz |
Prozent |
| Rotterdam - Yokohama |
11.205 sm |
7.345 sm |
3.860 sm |
34 % |
|
Rotterdam - Shanghai
|
10.521 sm |
8.079 sm |
2.442 sm |
23 % |
Die Klimaerwärmung
könnte einen alten Traum der Handelsschifffahrt wahr werden
lassen: Den Seeweg von Europa nach Asien durch das Polarmeer.
Doch bevor es so weit ist, kann sich ein solcher Seeweg - mit
Eisbrechern aufrechterhalten - schon aus Gründen der Energieversorgung
lohnen. Seit dem Frühjahr 2006 verhandelt eine deutsch-russische
Arbeitsgruppe über die Zukunft dieses Seewegs. Schon immer
wäre die Handelsschifffahrt gern auf dem kürzesten Weg
von Europa nach Asien gefahren, nämlich durch das Nordpolarmeer.
Doch bisher ist das nur im kurzen arktischen Sommer möglich.
Aber die energiehungrigen Industriestaaten
Europas und Amerika haben gute Gründe, nicht so lange zu
warten um die riesigen Öl- und Gasvorkommen der russischen
Arktis, die größten außerhalb der Organisation
Erdöl exportierender Länder (OPEC) auszubeuten. Um deren
Erträge aus der Petschora- und Karasee in Richtung Westen
transportieren zu können, muss jedoch nicht nur das Eis schmelzen.
Außer dem Eis
müssen auch bürokratische Hemmnisse bewältigt werden.
Die Atomeisbrecher-Flotte ist ein entscheidender Trumpf Russlands
bei der Erschließung des nordöstlichen Seewegs. Denn
jedes Schiff, das die Nordostpassage ansteuert, muss sich in Murmansk
inspizieren lassen, von der Eistauglichkeit über die Seekarten
bis zu den Lebensmittelvorräten. Dann entscheidet die "Verwaltung
für den Nördlichen Seeweg", ob und unter welchen
Bedingungen das Schiff Richtung Osten weiterfahren kann. Wird
Eisbrecher-Begleitung vorgeschrieben, ist das teuer. Denn mit
diesen Gebühren will Russland seine in die Jahre gekommene
Atomeisbrecher-Flotte sanieren. Und da die Behörde die Gesamtkosten
von rund 120 Mio. € pro Jahr auf das vorhandene Frachtaufkommen
umlegt, wird es umso teurer, je weniger Schiffe Richtung Osten
fahren.
Trotzdem wird die Nordostpassage
immer interessanter, denn es sind neue, mächtige Kunden gekommen,
die für ein enormes Wachstum bei den Frachtmengen sorgen
werden: Die russischen Öl- und Gaskonzerne! In dem Gebiet
nördlich von Sachalin wird bereits gefördert und die
Fördermengen können nur per Schiff bewegt werden, weil
es noch keine Pipelines gibt. Aufgrund divergierender umweltrechtlicher
Meinungen wird es auch so bald nicht zu dem Bau von Pipelines
kommen, also bleibt nur der Tanker, der insbesondere im Winter
mit hoher Eisklasse ausgestattet sein muß! Sicherlich wird
das Explorationsgebiet nördlich von Sachalin in der Hauptsache
den pazifischen Raum im Rohölbedarf bedienen, aber das Eisklasseproblem
der Tanker im Winter bleibt und wird von den Schiffen dieses Angebotes
gelöst werden können.
Abschließend noch ein paar Informationen über
den Norient-Pool, in dem die beiden Schiffe eingesetzt werden,
eines direkt im Spotmarkt und das andere über den Zeitchartervertrag
mit INC Interorient Navigation, Cyprus. In dem Pool sind derzeit
22 Produktentanker beschäftigt. 34 weitere, bei Werften in
Auftrag gegebene Schiffe kommen im Laufe der Jahre hinzu, 21 davon
noch in 2006. Der Norient - Pool hat dann die meisten Eisklassetanker
aller vergleichbaren Wettbewerber weltweit. Einsatzgebiete dieser
Schiffe sind die Weiße See, ein Fahrtgebiet östlich
von Murmansk, also Richtung Nordostpassage, die Ostsee, die heute
mit Primorsk und Vysotsk die größten russischen Ölhäfen
hat, sowie ostrussische Fahrtgebiete (Sachalin).
Fazit:
Die beiden Tanker MT "ARCTIC BLIZZARD"
und MT "ARCTIC BREEZE" sind ein absolut empfehlenswertes
Angebot, weil die Perspetiven dieses Schiffstyps exzellent sind
und das wollten wir Ihnen mit dem Text einmal veranschaulichen.
Wer sich an einem solchen Angebot beteiligen will, der sollte
auch perspektivisch denken, dann wird die Anlageentscheidung auch
nicht schwer fallen. Zu den Schiffen selbst werden wir hier gar
nichts sagen, weil Sie sämtliche Informationen in unserem
Datenblatt und im Prospekt selbst finden werden.
Den Hauptprospekt zum
Beteiligungsangebot MT "ARCTIC
BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum Download!
Das Datenblatt zum
Beteiligungsangebot MT
"ARCTIC BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum
Download!
Den Zeichnungsschein
zum Beteiligungsangebot MT
"ARCTIC BLIZZARD/ARCTIC BREEZE" finden Sie hier zum
Download!