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Die ausführliche Kapitalanlage Meldung

Über die Fähigkeit des Leidens,
oder sind Kapitalanleger Masochisten?

In Deutschland rangiert der Steuerspartrieb vor dem Sexualtrieb und daran ausgerichtet orientiert sich oftmals das Verhalten vieler Kapitalanleger. Die Gier, Steuern zu sparen, steht im umgekehrten Verhältnis zur richtigen Anlageentscheidung vieler Anleger. Da werden unbeachtet der wirtschaftlichen Schwierigkeiten verschiedener Fonds immer wieder die Nachfolgefonds des gleichen Emissionshauses gezeichnet nach dem Motto: Diesmal klappt es bestimmt! Dies ist die Hoffnungshaltung von "Loosern", die jeden Samstag auf ihre sechs richtigen Zahlen im Lotto hoffen, obwohl die Wahrscheinlichkeit gegen sie spricht.

Mit der gleichen stoischen Gelassenheit, mit der ein sexueller Fehlschlag - wie auch immer man diesen interpretieren mag - totgeschwiegen oder vergessen wird, schafft es der Anleger, auch finanzielle Fehlschläge zu ignorieren. Die Rechtfertigung dafür liegt in der Erkenntnis, daß man zumindest Steuern gespart hat und das war ja das erklärte Ziel.

Dabei ist die Anlagesparte völlig egal! Ob es nun Schiffsbeteiligungen von Emissionshäusern sind, die erwiesenermaßen schlecht laufen oder Medienfonds, deren Filme Flopps sind und die "Shortfall-Garantie" nie zum Tragen kommt, oder Windparks, denen die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt wurde, Hauptsache der Staat hat nichts erhalten.

Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb manche Anleger so reagieren. Schließlich ist es ihr schwer verdientes Geld, was da den Bach runter geht. Dieses Geld verdient eigentlich eine besondere Aufmerksamkeit, weil die eigene harte Arbeitsleistung mit vernünftigen Erträgen belohnt werden sollte. Die Anleger sollten sich dieser Tatsache bewußt sein, schließlich steckt sehr viel eigenes, versteuertes Geld in einer solchen Investition.

Totgeschwiegen wird das finanzielle Debakel des Anlegers, denn er bekennt sich nur dazu, daß er Steuern gespart hat. Aber für welchen Preis? Kritische Beurteilungen einer schlechten Anlage hat der Anleger nicht erhalten, weil viele Anlageberater mehr über ihre Provisionen nachdenken als über die Zukunft des Anlegers.

Aber warum lassen sich viele Anleger diese Verhaltensweisen gefallen? Sicherlich haben wir den Stein der Weisen nicht entdeckt, das überlassen wir gern Harry Potter, aber die kritische Auseinandersetzung mit der Kapitalanlage halten wir für sehr wichtig. Deswegen sollte der Anleger auch die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Markt vernünftig beschäftigen zu können. Aber meistens mangelt es am Faktor Zeit oder einfach an der Unkenntnis des Marktes.

Im Grunde genommen sind die meisten Anleger und/oder "Steuersparer" in Bezug auf die zu treffende Anlageentscheidung überfordert. Egal welcher Berufsgruppe der Anleger angehört, er versteht von der Materie einfach zu wenig, um sich ein Urteil zu bilden. Woher sollte auch beispielsweise ein Facharzt die Fähigkeit haben, ein differenziertes Urteil über eine Kapitalanlage zu fällen. Ein Vergleich zu Kindern bietet sich hier an, weil einmal ein Autor den prägnanten Satz schrieb: Kinder sind Besucher auf dieser Welt und fragen nach dem Weg! Treffender kann man die Probleme vieler Anleger nicht dokumentieren, denn sie ind abhängig von Anlageberatern, die auf Ihre Provisionen angewiesen sind, oder sie haben das Glück, auf Anlageberater zu treffen, die ihre Provisionen verdienen.

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen nur hohe Verluste verkauft wurden. Hohe Verluste im Bereich der Schiffsbeteiligungen sollten von vornherein den Argwohn eines jeden Anlegers wecken. Deutliche Überschreitungen der sog. "Nichtaufgriffsgrenze" sind suspekt und können dazu führen, daß die Vorteile aberkannt werden. Deswegen sollten sich Anleger, insbesondere im aktuellen
Jahresendgeschäft, nicht blind darauf verlassen, was als gut klassifiziert wird. Wir versuchen mit unseren Informationen einen Beitrag dazu zu leisten!

 

Für zusätzliche Informationen, Rückfragen, Zeichnungsunterlagen, Kritik und Lob nutzen Sie bitte unseren Anforderungsbogen.

 

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