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Tonnagesteueränderung, 50 Prozent weniger Schiffsfonds?

Die Initiatoren und Vertriebe geschlossener Schiffsfonds sowie Reeder erwarten einen enormen Abbau von Arbeitsplätzen und eine schwächere Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schiffsbranche, wenn die Tonnagesteuer beschränkt wird. Das Analystenhaus Fondscope hat in diesen Zielgruppen eine Umfrage gemacht.

Bislang können Anleger die Anfangsverluste eines Schiffsfonds von der Steuer absetzen und später zur Tonnagesteuer wechseln. Die Regelung wurde 1999 verabschiedet, um die Abwanderung von Reedern in Nachbarländer zu stoppen. Das hat funktioniert: 420 Reedereien sind nach Angaben von Fondscope in Deutschland geblieben oder sogar zurückgekehrt. Jetzt planen die Politiker ein Entweder-oder: Verluste absetzen oder niedrige Pauschalbesteuerung.

Fondscope wollte wissen, wie die Branche auf eine Beschränkung der Tonnagesteuer reagieren würde. Das Ergebnis ist erschreckend: 70 Prozent der Befragten rechnen damit, dass dadurch ein Viertel bis die Hälfte der Arbeitsplätze in der Schiffs- und in angrenzenden Branchen abgebaut würden. Mehr als die Hälfte der befragten Emissionshäuser glauben, dass bis zu 50 Prozent der deutschen Reeder ihre Firmensitze nach England, Dänemark oder in die Niederlande verlegen werden. Die Hälfte fürchtet, dass die deutsche Handelsflotte bis zu 50 Prozent ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber England, Dänemark und den Niederlanden einbüßt, da dort die Tonnagesteuer erhalten bleiben soll. „Als Folge einer Neuregelung erwarten 52 Prozent der Befragten, dass sich die Platzierungen von Schiffsfonds halbieren werden“, teilt Fondscope mit. (aus: Online-Newsletter www.derfonds.com)


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