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Die ausführliche Kapitalanlage Meldung

Tanker oder Containerschiff ?

Scheinbar ist ein Glaubenskrieg ausgebrochen zwischen den Befürwortern von unterschiedlichen Arten von Schiffsbeteiligungen. Der neueste Trend im Bereich der Schiffahrt ist die Beteiligung an einem Tanker im Großformat der VLCC Größe. Diese Bezeichnung steht für " VERY LARGE CRUDE CARRIER ", ein Schiffstyp, der in den vergangenen 10 Monaten überwiegend von einem Emissionhaus in den Markt gebracht wurde. Diese Beiteiligungen zeichneten sich insbesondere dadurch aus, daß sie trotz eines sehr erheblichen Zeichnungs- volumens binnen kurzer Zeit ausplaziert waren. Stellt sich die Frage:

Sind Tanker " in " ?

Gegen die ersten drei Beteiligungsangebote im Jahr 1998 hatten wir eigentlich nur wenige Einwendungen hervorzubringen, aber gegen daß, was jetzt in diesem Marktsegment geschieht, heben wir mahnend den Zeigefinger. Scheinbar folgt ein Tanker dem nächsten, obwohl dieses Marktsegment dermaßen klein ist, daß die Überkapazität ausgemacht werden kann. Bei dem Trend immer neue Tanker in den Markt zu bringen wird übersehen, daß diese kleine Marktnische viel sensibler auf Überkapazitäten reagiert, wie es im Bereich der Containerschiffahrt der Fall ist.

So schreibt der tägliche Hafenbericht ( THB ), ein namhaftes Medium für die Schiffahrt, in seiner Ausgabe vom 2. August 1999 unter der Überschrift : "Raten für Containertonnage weiter im Aufwärtstrend", bezüglich der Großtanker, daß im Laufe des Monats Juli in der Fahrt vom persischen Golf nach Japan ( z.B.) ein Zusammenbruch der Raten um gut 33 % zu verzeichnen war. Laut Clarkson, einem Fachinsider auf diesem Gebiet sind die Erträge moderner VLCC Tanker in der freien Fahrt von etwa 33.500 $ im Jahr 1998 auf inzwischen 17.300 $ gesunken. Ältere Schiffe erzielen gar nur noch 10.000 $ am Tag. Unter Berücksichtigung der Bunkerpreise ( Treibstoffpreise für Schiffe ), die um mehr als 15 % gestiegen sind, führt dies nicht mehr zu profitablen Ergebnissen.

Gründe dafür liegen in der hohen Neubaurate für Tanker dieser Größe und in den zu geringen Abwrackungen. Aus diesem Grund lehnen wir derzeitig den Vertrieb von Tankern ab. Die Abschlüsse des Jahres 1998 werden unbeschadet davon- kommen, weil langfristige Abschlüsse getätigt wurden, aber im Vergleich zur Containerschiffahrt muß man sich die Frage stellen, welchen Bestand diese Langfristvertäge haben werden? Haben wir nicht miterleben müssen, wie Timecharterverträge nachverhandelt wurden?

Dessen ungeachtet entwickeln sich die Charterraten für Containerschiffe weiter nach oben. Wenn auch die Steigerung der Charterraten für Containerschiffe in den letzten Wochen etwas gemächlicher war in ihrer Aufwärtsbewegung, so ist trotz allem der Aufwärtstrend ungebrochen. Laut Clarkson haben sich z.B. die 1700-TEU-Schiffe mit Kränen von ihrem Tief im Januar 1999 mit $ 6000 inzwischen auf $ 9750 wieder erholt. Ein 21 Knoten-Schiff mit 1715 TEU erhielt sogar $ 11.500 für 12 Monate. Man rechnet damit, daß dieser positive Trend sich weiter fortsetzt.

Die Flotte an Containerschiffen soll sich lt. Clarkson im Jahr 1999 um drei Prozent und im Jahr 2000 um fünf Prozent erhöhen, bei einem Marktwachstum von jeweils sechs bis sieben Prozent.

Von anderen Angeboten im Bereich der Schiffsbeteiligungen, wie z.B. Kühlschiffen und ähnlichem sollten Sie Abstand nehmen, weil diese Marktseg- mente viel zu klein sind um nachhaltige Beschäftigung zu garantieren. Dies z.B. auch vor dem Hintergrund, daß immer mehr Containerschiffe über Kühlcon- taineranschlüsse verfügen, die unter Deck sind. Damit werden Kühlschiffe irgendwann überflüssig.

Damit beantwortet sich die Fragestellung unserer Überschrift eigentlich von allein.

Unser klares Votum steht für die Containerschiffahrt !

Die Angebote werden allerdings zur Zeit sehr rar, weil es nur wenige über- zeugende Angebote gibt. An erster Stelle weisen wir hier nochmals auf die MS "ISODORA" hin, die mit ihrer relativ hohen Verlustzuweisung von rd. 96 %, davon rd. 60 % in 1999, unseres Erachtens konkurrenzlos ist. Weitere sehr gute Beteiligungsangebote werden in einigen Wochen auf den Markt kommen, aber die Verlustzuweisungen werden nicht mehr mit dem Angebot der MS " ISODORA " vergleichbar sein. Aus unserer Einschätzung des Marktes wird der Container nachhaltig das Transportsystem der Zukunft sein und entsprechend sind die Chancen der Containerschiffahrt. Die von uns mehrfach erwähnte MS "ISODORA" hat durchaus die Voraussetzungen als eine der besten Beteiligungen des Jahres 1999 abzuschneiden. Die Schwesterschiffe dieses Beteiligungsangebotes, die absolut identisch sind, lassen mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg daran keinen Zweifel.

 

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