"Steuermann halt die Wacht"
oder
Worauf man als Anleger besonders achten
sollte!
Durch die Oper "Der Fliegende Holländer"
ist die erste Zeile unserer News bekannt geworden, denn ein Chor
singt genau diesen Text. Aus der Welt der Oper einen Bogen zu spannen
in die Kapitalanlage der heutigen Zeit ist vielleicht nicht ganz
einfach; oder gerade doch? Suggeriert uns diese Textzeile doch,
eine bestimmte Aufmerksamkeit für ungewisse Dinge und Ereignisse
zu entwickeln.
Aktuell gibt es Anlaß zu einer sehr kritischen
Bemerkung über die Entwicklung des Marktes, bzw. zu den Praktiken,
mit denen Anleger "geködert" werden sollen. Über
Verzweiflungstaten und Sicherheitskonzepte haben wir uns bereits
ausgelassen. Aber über derzeit neu auf den Markt drängende
Emissionen, die mit vermeintlichen Sicherheitskonzepten werben,
möchten wir gern kritisch berichten, damit wir Ihnen helfen
können, die richtige Anlageentscheidung zu treffen.
Das Modell des Andienungsrechtes macht Schule
aber führt es auch in Versuchung? Ja, leider! Wenn ein seriöses
Haus, wie die NORDDEUTSCHE VERMÖGEN, mit einer jahrzehntelangen
Erfolgsgeschichte ein gut durchdachtes, einmaliges Andienungsrecht
nach 10 Jahren zu 75% der Beteiligungssumme (also ohne Agio!) anbietet,
dann hat das schon was!
Aber Vorsicht bei Newcomern wie dem Fondshaus
Hamburg, die jetzt meinen, Sie müssten kopieren. Wir unterstellen
diesem Emissionshaus keineswegs unseriöse Praktiken in der
Verwirklichung ihrer Geschäftsideen, aber der Andienungsvertrag
vom 4.12.2001 ist vollkommen mißglückt und beinhaltet
Fallen für die Anleger, die dadurch vermeintlich Sicherheiten
erwerben.
Auf der Internetseite des Fondshaus Hamburg findet
man als Erstes den Hinweis darauf, daß der Fonds Nr.1 MS "SAVONIA"
mit einer "Geld-zurück-Garantie" ausgestattet ist.
Liest man aber den Text des Andienungsvertrages vom 4.12.01, dann
wird dem kritischen Leser schnell klar, es ist gar keine "Geld
zurück Garantie", sondern Potenzial für Kapitalverlust!
Dazu muß man den
Text nur einmal anders herum durchdenken!
Was geschieht, wenn alles planmässig läuft?
Die Hypothek ist getilgt, die Ausschüttungen sind planmäßig
gelaufen. Dann kommt bei der Formulierung des Vertrages am Ende
ein Preis raus, der fast Null ist. Wer zahlt dann die Steuern auf
den Differenzbetrag unter Tonnagesteuer, wenn die Fondsgesellschaft
kein Geld für das Schiff erhält? Die Anleger?
Was geschieht, wenn die Geschäftsführung
der Beteiligungsgesellschaft sagt, wir dienen hiermit an? Die Geschäftsführung
ist bekannter Maßen von der Christian F.Ahrenkiel GmbH &
Co. dominiert, ebenso wie das Emissionshaus. Reißen die sich
das Schiff unter den Nagel, und kassieren die den Restwert?
Was geschieht, wenn die Geschäftsführung
der Beteiligungsgesellschaft ein Kaufangebot eines "DRITTEN"
- mit einem Überschuß von 145% - vor Ablauf der Andienungsfrist
nicht annimmt? Sind dann die Verantwortlichen "fein raus"
?
In Anbetracht der Tatsache, daß hinter dem
Fondshaus Hamburg seriöse Kaufleute stehen, führen wir
dieses verunglückte Konstrukt auf Unerfahrenheit im Umgang
mit solchen Dingen zurück. Vielleicht hatten die Verantwortlichen
eine gute Idee, zu Gunsten der Anleger. Wenn es so ist, dann sollte
der Text der Erklärung dringend überarbeitet werden, damit
das erklärte Ziel auch erreicht wird.
Die Idee war gut gemeint, aber die praktische
Ausführung ging daneben, eigentlich schade drum!
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