"Die Abzocker im Kielwasser."
Achtung!! Anmerkung vom 7.November 2002!!!
Wir haben aus rechtlichen Gründen Namen und
Bezeichnungen auf dieser Seite verändert, weil uns die Person,
über die wir an dieser Stelle berichtet haben, eine weitere
Publikation nicht erlaubt hat. Um rechtlichen Repressalien aus dem
Weg zu gehen, haben wir an Stelle des Namens Fragezeichen gesetzt!
Unter dieser Überschrift erschien in der
Zeitschrift CAPITAL, Ausgabe 10/1998 ein Artikel, der sich mit der
Thematik der Schiffsbeteiligungen auseinandersetzte. Sehr schnell
verflog unser Interesse, diesen Artikel bis zu Ende zu lesen. Zu
groß war unsere Enttäuschung darüber, daß
hier eine Beurteilung von 115 Schiffsbeteiligungen offensichtlich
nach Kriterien erfolgte, die zu unhaltbaren Ergebnissen führt.
Nach einem sogenannten ?????-Wert wurde eine Rangfolge
von Schiffsbeteiligungen aufgestellt, die unseres Erachtens jegliche
Seriösität in der Ermittlung erkennen läßt.
Da werden mit pseudowissen-schaftlichen Methoden Eckdaten von Schiffsbeteiligungen
mit einander verbunden, als ob Äpfel mit Birnen verglichen
werden.
Unter den 10 besten Fonds, die als sicher konzipiert
eingestuft wurden, befinden sich in dieser Liste Schiffe, die mit
Eigencharter oder gar gekaufter Charter und sogar mit problematischer
Beschäftigung ausgestattet sind.
Das vermeintlich beste Schiff auf dieser Liste
wäre fast nicht zu Stande gekommen, weil sich fast kein Emissionshaus
fand, daß diesen Fonds auflegen wollte. Die Wirtschaftlichkeit
und die Sicherheit für den Anleger waren nicht gewährleistet.
Die Schiffsbetriebskosten sind bei diesem Schiff zu knapp kalkuliert
und die kalkulierte Rate der Charter ist z.Zt. nicht erzielbar.
Das zweitbeste Schiff in der ?????-Wertskala hatte
im Zeitpunkt der Ablieferung nur eine kurzfristige Beschäftigung.
Der Ratenverfall wird sich bei diesem Schiff extrem auswirken.
Und so zieht es sich durch die gesamte
Liste!
Schiffe, die riesige Sicherheiten eingebaut haben,
ähnlich wie bei einem Leasingfonds, die Kapitaldienstgarantien
vorweisen können und über langjährige Anfangsbeschäftigungen
verfügen, so daß ein Anleger sich entspannt zurücklehnen
kann, landen ganz am Ende der Liste.
Sehr wesentliche Faktoren wurden gar nicht erst
untersucht.
Die Aufzählung der Schwachpunkte ließe
sich beliebig fortführen, deswegen gibt es für uns nur
ein Fazit:
Sparen Sie Geld und ersparen Sie sich die Liste, denn das
allgemeine "Gutachten" kostet Sie mehr als DM 20,--, während
Einzelgutachten schon dreistellige Beträge kosten!
Es ist uns unverständlich, wie eine so objektive
Zeitung wie CAPITAL, sich darauf verlegen kann, eine so subjektiv
ausgelegt Erhebung zu unterstützen. Sogar mit Hinweisen darauf
im Internet.
Dies ist uns um so unverständlicher, als
der verantwortliche Journalist selbst schon eine Checkliste in der
CAPITAL veröffentlicht hatte. Diese, nach unserer Auffassung
wirklich objektiv an das Thema Schiffsbeteiligung herangehende Check-
liste für Schiffsbeteiligungen, war ein Hilfsmittel für
den Anleger zur Beurteilung eines Schiffsfonds.
Weder der Artikel, geschweige denn die ?????-Liste
sind dazu geeignet, dem Leser ein vernünftiges Hilfsmittel
in die Hand zu geben, mit dem ein Urteil über einzelne Schiffsfonds
abgegeben werden kann.
Wem also dient der Artikel?
Dem Anleger oder dem Autoren?
Der Anleger jedenfalls sollte der ?????-Liste
mit einer guten Portion Argwohn begegnen. |