Schifffahrt zuversichtlich:
Frachtraten steigen
Passend zu unserer NEWS 6/2002 vom 14.2.2002 erschien
mit Datum vom 15.2.2002 ein Artikel zum gleichen Thema im Hamburger
Abendblatt, den wir Ihnen aus Gründen der Aktualität an
dieser Stelle wiedergeben möchten.
Der weltweite Handel über See wird spätestens
im Jahr 2003 wieder anspringen und damit der Containerumschlag wieder
um sieben bis acht Prozent zulegen. Davon geht Bernd Kortüm
aus, der Geschäftsführende Gesellschafter der Norddeutsche
Vermögen Holding, zu der auch die Reederei Schuldt zählt.
"Das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
(ISL) hält zwar schon in diesem Jahr eine Erholung für
möglich. Wir sind aber noch skeptisch", sagte Kortüm
dem Hamburger Abendblatt.
Immerhin sollen weltweit allein im Jahr 2003 noch
98 Neubauten abgeliefert werden. Nach einem Zuwachs im Umschlag
von 11,5 Prozent im Jahr 2000 wird das Plus 2001 nur zwischen vier
und fünf Prozent liegen, hat das ISL errechnet, wie Kortüm
weiter sagte.
Der Einbruch der Charterraten auf Grund der weltweiten
Überkapazitäten bei Containertonnage ist tief. So haben
sich die Raten gegenüber 2000 teilweise mehr als halbiert.
Kein Wunder: Die derzeitige Konjunkturkrise geht einher mit einer
seit 1990 von 1,43 auf heute 5,3 Millionen Stellplätzen für
Standardcontainer (TEU) ausgebauten Flotte.
"Allerdings wird seit September kaum mehr bestellt",
sagt Kortüm. Das könnte bei wieder anspringender Konjunktur
das Ungleichgewicht zwischen Schiffsraum und Ladung ausgleichen,
die Charterraten steigen lassen und so auch Schiffsbeteiligungen
attraktiver machen. Für Kortüm sprechen drei weitere Trends
für eine Wende bei den Raten. Zum Ersten, dass weltweit inzwischen
drei Prozent der Containerflotte 25 Jahre und älter ist und
damit die ersten Schiffe zum Verschrotten anstehen. Das ISL rechnet
hier allein für 2002 mit 100 000 TEU. "Dazu kommt, dass
Neubauten storniert oder zumindest verschoben werden dürften
und dass Reeder Abfahrten streichen und Schiffe so zeitweilig stilllegen."
Für die Norddeutsche Vermögen gibt es
in diesem Jahr gar keine Ablieferung. Den derzeit angebotenen Containerfrachter
"Northern Endurance" (2468 TEU) hat das Emissionshaus
im Dezember übernommen. Bis zum Jahr 2017 rechnet Werner Großekämper,
Geschäftsführer der Norddeutschen Vermögensanlage,
bei einer Mindestbeteiligung von 25 000 Euro mit einer Rendite von
elf Prozent. Bestellt sind vom Emissionshaus acht Schiffe, davon
vier 6800-TEU-Riesen, die langfristig an Hapag-Lloyd verchartert
sind. Das erste der Serie soll 2003 aus Korea geliefert werden.
Kortüm: "Damit ist die Norddeutsche Vermögen das
erste Emissonshaus, mit dem die Hamburger Reederei bei Containerschiffen
zusammenarbeitet."
Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmals
auf unsere Ausführungen zum
Chartermarkt hinweisen, die wir bereits im Dezember an dieser Stelle
veröffentlicht hatten. Sie wurde uns zur Verfügung gestellt
vom Emissionshaus NORDDEUTSCHE VERMÖGEN (www.norddeutsche.de).
Wir möchten uns an
dieser Stelle dafür bedanken !
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