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Schiffsbeteiligungen!
Dubai-Desaster ante Portas ?
Was haben Schiffsbeteiligungen
mit Dubai zu tun?
Diese Frage stellen Sie
natürlich berechtigter Weise an dieser Stelle! Aber dazu gibt
es ein kurze und präzise Antwort. In den letzten Jahren wurden
wir bombadiert mit Anfragen zum Mitvertrieb von Dubai-Fonds jeglicher
Couleur. Wir haben uns stand- und mannhaft dagegen gesperrt solche
Anlageformen in den Vertrieb zu nehmen, aus eigentlich sehr einleuchtenden
Gründen! Zum Einem sind wir bekannt als Spezialvertrieb für
Schiffsbeteiligungen und davon wollen wir nicht abrücken! Eine
Entscheidung, die nicht zuletzt Ihr Vorteil war! Zum Zweiten handelte
es sich um Immobilienfonds und der vordere Teil des Wortes erklärt
das Problem, diese Anlagen sind "IMMOBIL"! Wenn also auf
mittelfristige Sicht irgendwo anders in diesem geografischen Gebiet
der "Bär steppt", dann ist Dubei "out of order"
und was ist dann die Immobilie noch wert?
Aber der entscheidende
Punkt sind die politischen Verhältnisse in dieser Region, die
uns davon abgehalten haben, in die Dubai-Euphorie einzusteigen.
Der Golf, als Trennung zum Iran, ist nicht sonderlich breit und
auf der anderen Seite des Wassers herrscht ein Staatsmann, dessen
Politik durchaus den Vergleich mit einer Wundertüte aufnehmen
kann: an jeder Ecke eine Überraschung. Zu guter letzt ist der
Bauboom von Hotels in Dubei sehr bedenklich und es steht zu befürchten,
dass die "average room-rates", die für den wirtschaftlichen
Erfolg eines Hotels notwendig sind, nicht mal annähernd erreicht
werden.
In diesem Zusammenhang haben wir
heute (20.9.2007) auf dem Newsletter des WMD-Brockerchannel (http://www.wmd-brockerchannel.de)
folgende sehr interessante Meldung zum Thema Dubai gelesen:
Dubai-1000-Hotel-Fonds am Ende?
Am grauen Kapitalmarkt zeichnet sich
ein neues Desaster ab. Offenbar steckt der Dubai-1000-Hotel-Fonds
in massiven Schwierigkeiten. Wie Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen
von der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei KWAG aus
Bremen und Hamburg mitteilt, hat er bereits im Herbst 2005 vor der
Kapitalanlage gewarnt: Ich habe mir zusammen mit interessierten
Anlegern das geplante Projekt in Dubai angesehen. Die Prognosen
waren völlig unrealistisch.
Initiator des geschlossenen Immobilienfonds
ist der Diplom-Finanzwirt Georg Recker aus dem westfälischen
Hamm. Das Fondsvolumen umfasst rund 142 Millionen Euro, wie viel
tatsächlich eingezahlt wurden, ist offen. Die Mindestbeteiligung
lag bei 10.000,- Euro. Recker hatte eine Ausschüttung von neun
bis 12 Prozent prognostiziert. Viel zu optimistisch,
meint Gieschen.
Der Fonds plante den Bau eines 1.000-Zimmer-Luxushotels
am Persischen Golf. Eigentlich sollte das Haus bereits in diesem
Juli bezugsfertig sein. Laut Zeitungsberichten soll das Projekt
nicht einmal über das Ausschachten der Baugrube hinausgekommen,
die Baustelle gegenwärtig bis auf ein paar Container ziemlich
verwaist sein.
Rechtsanwalt Gieschen will noch im
Oktober selbst nach Dubai fliegen, um die aktuelle Situation zu
sondieren: Obwohl keine konkreten Zahlen vorliegen, kann man
realistisch davon ausgehen, dass etwa die Hälfte der Zielsumme
in den Fonds gezahlt worden ist. Recker hatte sich, als ehemaliger
Finanzbeamter, auf Akquisitionsveranstaltungen und in Interviews
stets als profunder Kenner des internationalen Steuerrechts ausgegeben.
Außerdem suggerierte er potentiellen
Anlegern zusätzliche Sicherheit, weil sie nicht wie bei anderen
Dubai-Fonds, in einen so genannten Blindpool, sondern in ein
klar definiertes Projekt investieren würden.
Der K.O. zeichnet sich schon
ziemlich rasch ab, meint Gieschen, als im Sommer 2006
das Doppelbesteuerungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten
nicht verlängert wurde. Damals blieb Steuerexperte Recker
noch gelassen und fabulierte, es werde eventuell einige Änderungen
im Bereich gewerblichen Einkünfte zur Vereinfachung von internationalen
Strukturen geben. Inzwischen ist das Doppelsteuerabkommen
bis Ende 2008 verlängert. Allerdings gilt als sicher, dass
der Bundesfinanzminister die Steuerpflicht für deutsche Investoren
in Dubai durchsetzen will.
Die Anleger des Dubai-1000-Hotel-Fonds
sind bis 2017 gebunden. Ob es für sie jemals eine Rendite gibt,
ist nach Gieschens Ansicht höchst zweifelhaft, zumal nicht
absehbar sei, ob der Mega-Komplex überhaupt vollendet wird.
Experten schätzen, dass selbst wenn von jetzt an mit Hochdruck
gearbeitet würde, sei die Immobilie nicht vor Anfang 2010 fertig.
Außerdem kämpft die Hotellerie des Emirats bereits heute
mit erheblichen Überkapazitäten. KWAG Rechtsanwalt
Gieschen: Die prognostizierte Auslastung von 70 Prozent wird
wahrscheinlich nie erreicht. Gegenwärtig sollen in Dubai
mehrere Hundert weitere Hotels im Bau sein.
Laut Gieschen haben insbesondere vermögende
Freiberufler und Ärzte in den Recker-Fonds investiert. Er ist
der größte von sechs ähnlichen Dubai-Fonds, die
alle im Jahr 2005 aufgelegt worden sind. Alle hatten den Anlegern
suggeriert, sie könnten mit satten Gewinnen am sagenhaften
Boom des Wüstenstaates teilhaben. Gieschen: Ein Märchen
aus 1001 Nacht.
Zu den Ausführungen des Rechtsanwaltes
Gieschen in dieser Sache fällt uns nur noch ein Spruch aus
früheren Poesiealben ein:
"Warum in die Ferne schweifen, sieh das
Gute liegt so nah!
Fazit:
Das Geld wäre in guten Schiffen besser investiert
worden, aber "shit happens". Freuen Sie sich mit uns auf
die nächsten empfehlenswerten Schiffsbeteiligungsangebote,
die wir Ihnen zum Montag, den 24.9. und Ende Oktober vorstellen
werden.
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