| Vorbemerkung: Wir haben zwischenzeitlich
rund 80.000 Anfragen auf unsere Seite pro Monat, was uns dazu veranlaßt,
unsere kritische Analysearbeit weiter auszubauen. Heute berichten
wir über Praktiken, die Vielen nützen, nur dem Anleger nicht!
Wir werden diese Art der Berichterstattung gern fortsetzen, aber Ihr
Interesse daran interessiert uns.
Aus diesem Grund bitten wir speziell zu diesem
Thema um Ihre Meinung! Bitte nutzen Sie dazu einfach den Maillink
am Ende dieses Textes.
Verzweiflungstaten ?
Wer eine Schlacht verloren hat, versinkt entweder
in düstere Resignation oder schlägt hemmungslos um sich,
weil ohnehin das den Bach hinuntergegangen ist, wofür man auf
die Barrikaden stieg. Ohnmacht macht traurig oder rabiat !
Schön wäre es, genau in dem Moment den
rettenden Einfall zu haben, wenn es "brennt". Leider sieht
die Realität meist völlig anders aus: Man ist gelähmt,
dreht sich im Kreis, selbst die einfachsten Dinge wollen einem nicht
mehr einfallen. Die Folge sind Notlösungen, Übersprungshandlungen
und andere Verzweiflungstaten.
Sicherlich ist der Chartermarkt für Containerschiffe
derzeit in einer sehr rezessiven Phase, aber welche Schiffe sind
davon eigentlich betroffen? Natürlich nur diejenigen Schiffe,
deren Chartervertrag gegenwärtig ausläuft!
Gute Schiffsbeteiligungen werden üblicherweise
über einen sehr langen Zeitraum vorbereitet und dazu gehört
auch der frühzeitige Abschluß eines Chartervertrages,
damit die Kalkulation des Fonds auf gesunde Beine gestellt werden
kann. In der Folgezeit des Angebotes kommt es auf die Qualität
der Vertragspartner an. Nur gute und vertragstreue Charterer werden
die eingegangenen Verpflichtungen auch erfüllen. Dies gilt
in guten wie in schlechten Marktsituationen.
Die Vermarktungssituation für Containerschiffe,
die gegenwärtig in der Platzierung sind, wird durch den "marktschreierischen"
Journalismus von selbsternannten "Fondsexperten" zusätzlich
erschwert, weil sich die schlechte Neuigkeit einfach besser verkaufen
läßt als vergleichsweise schwerere Darstellung von Perspektiven
des Marktes. Wen kümmert es schon, daß bereits eine nennenswerte
Anzahl von Bauaufträgen storniert, verändert oder verzögert
wurde? Niemanden, der nicht in der Lage ist, perspektivisch zu denken!
Die allgemeine Verunsicherung der Anleger, ausgelöst
durch diesen Journalismus, veranlaßt einige Emissionshäuser
für Schiffsbeteiligungen sich zu Taten hinreißen zu lassen,
deren einziges Ziel ist : Geschäft zu machen! Dies ist eine
sehr traurige Entwicklung, die den gesamten Markt für Schiffsbeteiligungen
in ein schlechtes Licht rückt.
Besonders schlimm wird es dann, wenn eine Krise
dazu genutzt wird - unter Hinweis auf die Krise -, Beteiligungsangebote
zu vermarkten, die einfach schlecht sind. Dem Anleger wird Sicherheit
vorgegaukelt, weil es keine Containerschiffsangebote sind. Aber
diese Konzeptionen, die der Anleger mit seinen Kenntnissen nicht
überprüfen kann, sind in unseren Augen bedenklich.
Abschreckend sind z.B. gebrauchte Massengutschiffe
(Bulkcarrier ,1-2-Jahre alt), die in Serie zu Preisen gekauft werden,
die viele Mio. Dollar über dem Neubaupreis vergleichbarer Schiffe
liegen und bei denen die Charterraten durch den viel zu hohen Baupreis
subventioniert werden. Der Verkäufer des Schiffes ist mit dem
späteren Charterer identisch. Was machen die Anleger einer
solchen Beteiligung, wenn der Charterer die Charterdauer nicht übersteht?
Eine Anschlußcharter zu den ursprünglichen Raten wird
schwerlich zu erzielen sein. Die Fremdkapitalquote von ca. 65% wird
schwierig zu bedienen sein und es könnte ein finanzielles Fiasko
drohen.
Dies ist aus der Risikobetrachtung um so schwerwiegender,
weil der § 2b EStG völlig mißachtet wird und der
Anleger einer solchen Konstruktion mit der steuerrechtlichen Anerkennung
im rechtsfreien Raum stehen gelassen wird. Keiner kann beurteilen,
wie sich die Verwaltung endgültig verhalten wird, wenn die
sog. "Nichtaufgriffsgrenze" überschritten worden
ist.
Sehr bedenklich ist aus unserer Sicht eine weitere
Verzweiflungstat, wenn - völlig unbemerkt vom Anleger - Emissionshäuser
die Vertriebsprovisionen für den Verkauf von Containerschiffsbeteiligungen
drastisch anheben. Dies geschieht dann zwar zu Lasten des eigenen
Gewinns, aber mit dem Ziel eine Vielzahl von Vertriebsleuten durch
die hohe Vertriebsprovision zu animieren ein Produkt bevorzugt zu
verkaufen, um es "los zu werden". Genau solch ein Fall
ist gerade (22.11.2001) eingetreten. Wenn Produkte nur noch über
hohe Provisionen verkauft werden können, dann stellt sich die
Frage, was ist an diesen Schiffen schlechter im Vergleich zu solchen
Angeboten, die dieser Vertriebsmaßnahme nicht bedürfen.
Leider gibt es genügend Berater, die dem Lockruf des Geldes
erliegen und solche Produkte empfehlen.
Es gibt halt Berater, die sind auf Ihre Provisionen
angewiesen und es gibt Berater, die verdienen Ihre Provisionen.
Wir halten dies für eine Verzweiflungstat,
weil der Vertrieb des entsprechenden Beteiligungsangebotes offensichtlich
sehr schleppend läuft. Wir werden weder Roß noch Reiter
nennen, aber diejenigen, die es betrifft, sollten Ihre Handlungsweise
überdenken, oder mit dem Geschäft aufhören.
Die Angebote, die Sie auf unseren Seiten finden,
sind frei von dieser Problematik, weil sie einfach durch Leistung
und Qualität überzeugen!
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