Schiffsbeteiligungen
Schlechte Informationen schaden nur!
Wenn
schlechte Recherche zu fehlerhafter Berichterstattung führt,
erweist man der Branche einen "Bärendienst!
Bekanntermaßen gilt für
die Berichterstattung über Marktgeschehnisse der Grundsatz:
Only bad news are good news! Getreulich dieser Devise hat die Financial
Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom 20.01.2006 über die
Pleite des Charterers Great Western Steamship berichtet. Betroffen
von der Pleite dieses Charterers sind die Emissionshäuser König
& Cie., Hamburg, und Salamon AG, Dortmund. Beide Emissionshäuser
haben, bzw. hatten Containerschiffe der 2.700-TEU-Klasse in der
Emission. Während die Emission der beiden Schiffe der Salamon
AG bereits abgeschlossen ist, wurde mit dem Vertrieb der beiden
Schiffe aus dem Hause König & Cie. erst begonnen worden.
Die Darstellung dieses Ereignisses stellt zunächst
einmal den ganzen Markt der Schiffsbeteiligungen in Frage mit der
Aussage:
"Anlegern wurde ein abgeschlossener
Chartervertrag bislang immer als Garant für den Ertrag verkauft:
Selbst wenn die Schifffahrtsmärkte sich irgendwann wieder drehen,
seien die Charterer schließlich an diese Verträge gebunden.
Dabei ist spätestens jetzt klar, dass im Ernstfall, also wenn
die Reederei das Geld nicht mehr aufbringen kann, diese Verträge
nachverhandelt oder gekündigt werden. Vergleichbares kennt
man von Mietverträgen bei Immobilienfonds. Selbst wenn es darüber
zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt und die Fonds gewinnen,
dürfte das den betroffenen Anlegern am Ende finanziell nichts
mehr nützen." Getoppt wird das Ganze noch mit der anfänglichen
Bemerkung, daß der Fall bislang einmalig in der Branche ist,
und dass die stets als heilige Kühe propagierten Verträge
nicht unantastbar sind.
Dazu möchten wir gern zwei Anmerkungen machen! Der
Fall, dass ein Charterer Pleite geht, ist kein Einzelfall, wie in
dem Bericht behauptet wird. Aus den vergangenen Jahren sind zwei
Fälle bekannt, bei denen die Charterer von Schiffen, die auf
dem deutschen Anlagemarkt vertrieben wurden, Pleite gingen. Dies
waren die Charterer Cho Yang und Kien Hung, beides Unternehmen mit
sehr guter Reputation und guten Dynamar-Ratings. Die entsprechenden
Emissionen wurden seinerzeit von der Norddeutsche Vermögen
vertrieben. Von beiden Pleiten haben die Anleger, mit Ausnahme der
Berichterstattung durch das Emissionshaus über den Vorfall,
nichts zu erdulden gehabt, weil in beiden Fällen durch ein
wohlüberlegtes Krisenmanagement der Norddeutsche Vermögen
keinerlei Schaden für die Anleger entstanden ist. Das Gegenteil
war der Fall, weil in beiden Fällen ein positives Ergebnis
für den Anleger entstanden ist.
(Kleiner Exkurs in Sachen Rating: Eine
nette Anekdote am Rande der Pleite von Kien Hung war die Aufforderung
der Ratingagentur Dynamar, den Hinweis auf das gute Rating des Charterers
Kien Hung auf unseren archivierten Seiten zu löschen. Diese Aufforderung
kam allerdings erst 1 1/2 Jahre nach der Pleite des Charterers Kien
Hung. Wir waren darüber etwas befremdet, weil wir wenig Verständnis
für das Ansinnen von Dynamar hatten. Um Komplikationen zu vermeiden
haben wir damals den Hinweis gelöscht! Aber das Verhalten zeigt
für uns sehr deutlich, was vom Rating zu halten ist, wenn Rater
zu Ihren Aussagen nicht stehen können und diese lieber verschleiern.
Aber aus unserer Haltung zum Rating haben wir kein Hehl gemacht -
es ist zum Teil Schwachsinn, insbesondere wenn nicht dazu steht!
Mehr dazu demnächst! Exkurs Ende!)
Nicht viel anders verhält es sich jetzt im Fall der
Pleite der Great Western Steamship. Die Schiffe der Salamon AG befinden
sich bereits in einem Vertragsverhältnis mit einem neuen Charterer
zur gleichen Charterrate wie bisher, mit der Einschränkung, dass
dieses Vertragsverhältnis zunächst auf ein Jahr begrenzt
ist, gegenüber einer bisherigen Charterdauer von 5 Jahren. Die
Schiffe aus dem Hause König & Cie. kommen erst in der zweiten
Jahreshälfte 2006 zur Ablieferung und die bereits jetzt eingehenden
Anfragen auf diese Schiffe lassen eine mindestens gleich hohe, wenn
nicht höhere Charter erwarten als Sie bisher abgeschlossen war.
Der Bedarf an Schiffen dieser Größe ist nach wie vor sehr
hoch und die Charterraten werden, wie in der Vergangenheit üblich,
4 bis 6 Wochen nach "Chinese New Year" wieder steigen, also
voraussichtlich ab Ende März.
Schiffsbeteiligungen sind unternehmerische Beteiligungen,
die den Risiken des Marktes ausgesetzt sind. Darauf werden gute Anlageberater
ihre Kunden auch hinweisen, so dass den Anlegern die damit verbundenen
Risiken auch durchaus bewußt sind. Die Kunst, Krisen zu meistern,
ist renommierten Emissionshäusern, wie es König & Cie.
und auch Salamon AG sind, nicht fremd und gerade in der "Krise"
beweisen solche Häuser ihre Klasse. Es ist nur schade, wenn journalistisch
schlechte Recherchen der ganzen Branche Schaden zufügen. Ein
paar tiefergehende Gespräche mit den Emissionshäusern und
den Vertragsreedern wären da sicherlich hilfreich gewesen, aber
leider fehlte es da wohl am nötigen Tiefgang, der in der Schifffahrt
nun mal das A und O ist.
Unser
derzeitiges Topangebot wird von solchen Problemen sicherlich frei
sein,
weil der Charterer die Nummer Zwei
unter den weltweit operierenden Charterern ist.
Deswegen unser Hinweis auf das
Beteiligungsangebot
MS "BUXHAI" :
Sprechen Sie mit uns über
Schiffe und die Konditionen Ihrer Beteiligung !
Den Hauptprospekt zum Beteiligungsangebot
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